Nöstlinger - Sowieso und überhaupt
Alexandra Schneider | AT 2026 | 90 min | DFDer Film zum 90. Geburtstag der großen österreichischen Autorin Christine Nöstlinger (13. Oktober 1936 – 28. Juni 2018)
Christine Nöstlinger kennt in Österreich jede und jeder. Ihre Bücher begleiten uns seit Generationen – Kindern und Jugendlichen ist sie auf Augenhöhe begegnet und hat über 50 Jahre beständig für Nachschub gesorgt. Sie brachte die Dinge auf den Punkt, lebensnah und ungekünstelt, nicht beschönigend, geradeheraus und ohne sich selbst dabei wichtig zu nehmen.
NÖSTLINGER – SOWIESO UND ÜBERHAUPT widmet sich dem Leben und dem Schreiben dieser beindruckenden Autorin. Die charakteristische Mischung aus Humor, Realismus und scharfem sozialen Bewusstsein ihrer Werke hat die Kinderliteratur nachhaltig verändert. In dem dokumentarischen Porträt wird ihre markante Sprache, ihr scharfsinniger Humor und ihr unerschütterlicher Humanismus auf eindrucksvolle Weise wieder lebendig.
Entlang ihrer Biografie und der Themen, die Christine Nöstlinger Zeit ihres Lebens umgetrieben haben, erzählt der Film über den gesellschaftlichen Wandel, der sich in Österreich in den letzten 50 Jahren vollzogen hat und geht Fragen zu Kindheit, Emanzipation und solidarischem Miteinander nach. Großartige Archivaufnahmen die teilweise erstmals zu sehen sind, werden ergänzt durch aktuelle Interviews mit Nöstlingers Töchtern, Christiana Nöstlinger und Barbara Waldschütz sowie Künstler:innen wie Stefanie Sargnagl und Ursula Strauss. Astrid Lindgren’s Tochter Karin Nyman kommt zu Wort, wie auch die langjährige Kulturstadträtin Ursula Pasterk und Ö1 Mitarbeiter Rainer Rosenberg.
»Die Autorin Christine Nöstlinger begleitet mich, seitdem ich denken und lesen kann. Sie ist sowohl die Heldin meiner Kindheit, als auch die meines Erwachsenseins.« Ursula Strauss, Schauspielerin
»Was ich so toll fand, was vielleicht so radikal war zu der Zeit, ist dieses Sich-nicht-besser-darstellen, als man ist, eine gewisse Authentizität, eine Tragikomik. Und nicht so eine verblümte, verlogene, beschönigte Kinderwelt darstellen, sondern die Menschen auch mit ihren ganzen Fehlern zeigen … Es ist dieser Humor und diese Art, die Welt zu betrachten, diese sehr unverstellte Art, Dinge auch anzusprechen.« Stefanie Sargnagel, Autorin
»Astrid Lindgren und Christine Nöstlinger haben viel gemeinsam. Es muss darum gehen, dass Lesen Spaß macht. Genau so schreiben sie – und sie waren gut darin, unterhaltsam zu schreiben. Beide sind respektlos.« Karin Nyman, Nöstlinger-Übersetzerin und Tochter von Astrid Lindgren
»Das ist es, was ich mit ihr verbinde: In dieser Überzeugung Kinder reden nicht so, hat sie den Kindern eine Sprache gegeben.“ Beate Wimmer-Puchinger, Psychologin