FILM + PODIUM: 10.06., 18 Uhr | Im Anschluss an den Film Podiumgespräch mit Anna MAGO-Müller Funk (Menschenrechtsexpertin), Clemens LAHNER (Rechtsanwalt, Grund -und Menschenrechte), Jaleh GOHARI (Iranische Wien (Frauen Menschenrechte unter Gewalt und Repression)
In ihrem Dokumentarfilm „The Second Breath“ (Nafas-e Dovom) begleitet Regisseurin Mojgan Ilanlu FrauenrechtlerInnen und von Gewalt betroffene Frauen im Iran mit der Kamera. Sie zeigt, wie die herrschenden Politiker Gewalt gegen Frauen nicht nur bewusst ignorieren, sondern durch öffentliche religiöse Diskurse und durch die Verhinderung von Verbots-Gesetzen auch legitimieren und rechtfertigen.
Die Filmemacherin legt dar, dass die iranischen Machthaber selbst die primäre Quelle für die Förderung von Gewalt gegen Frauen sind. Frauen und Mädchen werden unter Straffreiheit und ohne jegliche rechtliche Verfolgung gefoltert, enthauptet, verbrannt und ermordet. Der Film offenbart: Obwohl die Machthaber mit äußerster Härte gegen Frauen vorgingen, leisteten die iranischen Frauen über Jahre hinweg umfassenden Widerstand – ein Widerstand, der schließlich in der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ gipfelte. Mojgan Ilanlu – die selbst als Frauenrechtsaktivistin tätig ist und mehrfach verhaftet sowie vor Gericht gestellt wurde – schloss sich während der Dreharbeiten zu diesem Film der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ an, legte ihr Kopftuch ab und wurde daraufhin inhaftiert.
Sie verbindet ihre ganz persönliche Geschichte mit dem Thema „Gewalt gegen Frauen“. Sechs Jahre lang (von 2018-2024) nahm die Fertigstellung des Films in Anspruch.
Letztlich zeigt sie dem Publikum in diesem Film auf, welche Faktoren über viele Jahre hinweg zur Entstehung der Bewegung „Frau, Leben, Freiheit“ im Iran führten und warum Frauen ihr Leben riskierten, um sich gegen die bewaffneten Machthaber zu erheben.